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TU Berlin

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Projektergebnisse

Zur Erhebung der KMU spezifischen Herausforderungen im PEP wurde ein zweistufiges Vorgehen angewendet. Im ersten Schritt wurden Herausforderungen im PEP, basierend auf einer internationalen Literaturanalyse (Top-down Ansatz), ermittelt und mit qualitativen Experteninterviews (Bottom-up) auf ihren Praxisbezug hin überprüft. Anhand der Literaturanalyse konnten folgende fünf übergeordnete Kategorien der PEP-spezifischen Herausforderungen ausgemacht werden:

  • Entscheidungsunsicherheit in frühen Phasen
  • Steigende Komplexität der Produktentwicklung
  • Umgang mit Prozesswissen
  • Verkürzung der Entwicklungszeit
  • Ganzheitliche Produktentwicklung

Für die Durchführung von Experteninterviews in halbstrukturierter Form wurde eine gezielte Personenauswahl getroffen. Als Experten wurde ein Personenkreis mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung im PEP identifiziert. Als Auswertungsmethode für qualitative Experteninterviews wurde die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring eingesetzt. Die Experten berichteten nahezu übereinstimmend, dass sich der PEP über ihre berufliche Laufbahn von einem informellen, dynamischen Prozess zu einem sehr strukturierten und formalisierten Prozess entwickelt hat. Hierbei hat auch der Grad der Digitalisierung innerhalb des PEP zugenommen. Smart Data kommt bei den befragten Unternehmen nur in geringfügigem Umfang zum Einsatz. Als die größten Herausforderungen werden die steigende Komplexität der Produktentwicklung und der Umgang mit Prozesswissen gesehen.

Im zweiten Schritt erfolgte die Ermittlung der Ursachen der Herausforderungen und Erstellung potenzieller Fragestellungen des Entscheidungsbaums mithilfe von Workshops mit Vertretern der Unternehmen des PA. Innerhalb der Workshops wurden zu den im ersten Schritt abgeleiteten Problemfeldern konkrete Herausforderungen auf Arbeitsebene im PEP durch ein strukturiertes Brainstorming ermittelt. Auf Basis dieser Herausforderungen wurden Fragestellungen der KMU im PEP abgeleitet und in Abhängigkeitsbeziehungen gebracht. Die Abhängigkeitsbeziehungen zwischen den Fragestellungen wurden als Design Structure Matrix dokumentiert, die eine Überführung in einen Entscheidungsbaum ermöglicht. Als Ausgangsbasis des Entscheidungsbaums wurden somit folgende Kategorien erstellt: (1) Anforderungen werden nicht richtig ermittelt bzw. aufgenommen, (2) Anforderungen werden nicht erfüllt, (3) Zeitplan wird nicht erfüllt, (4) Finanzielle Ziele / Vorgaben werden nicht erfüllt, (5) Unzureichendes Wissensmanagement und (6) Unzureichende Prozessstrukturierung und -formalisierung. Für jede Kategorie wurde anschließend die untergeordneten Herausforderungen identifiziert, welche mittels der abgeleiteten Fragestellungen ermittelt wurden. Diese untergeordneten Herausforderungen wurden im weiteren Verlauf des Forschungsvorhabens mit konkreten Methoden zur Bewältigung aus den Bereichen Smart Data, Design for Six Sigma und Design Thinking angereichert. Die Zuordnung erfolgte anhand einer Beziehungsmatrix. Zusätzlich wurde jeder Herausforderung eine oder mehrere Datenart(en) zugeordnet, die für die Überwindung der Herausforderung nützlich sein können. Mithilfe einer Nutzwertanalyse wurde jeder Datenart ein Datenquellentyp empfohlen, in der diese Datenart vorliegen sollte. Anschließend wurde der Entscheidungsbaum als Chatbot umgesetzt, damit Nutzer*innen durch die Dialogform ihren spezifischen Weg durch die Entscheidungsbaumstruktur finden, um zu ihrer situativen Herausforderung zu gelangen. Nach Identifikation der Herausforderung verlinkt der Chatbot in der letzten Nachricht auf die passende Methode innerhalb des Befähigungsmoduls, in dem jede Methode und Vorgehensmodell mit einem Steckbrief hinterlegt ist. Auf das Befähigungsmodul kann ohne vorherige Verwendung des Chatbots hier zugegriffen werden.

Schlussbericht

Der Schlussbericht des Projekt SAPEQ wird Ihnen auf Anfrage bereitgestellt.

Wenden Sie dafür an Frau Bui Thi Thanh.

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